WÖHRL

Ein Knopf wird zum Markenzeichen

War es Zufall oder ein Wink des Schicksals? Jedenfalls lag das Glück für Rudolf Wöhrl – den Gründer eines der größten deutschen Modeunternehmen – förmlich auf der Straße. Als junger Mann findet er einen Knopf. Was zunächst nichts weiter als ein Talisman ist, wird Jahre später zu einem der bekanntesten Markenzeichen und ist heute noch Bestandteil des WÖHRL Firmenlogos.

Im Schatten der Weltwirtschaftskrise eröffnet Rudolf Wöhrl das Zetka (Zuverlässige Kleidung), ein winziges Geschäft für Herren- und Knabenbekleidung. Der Krieg hinterlässt seine Spuren. Unterstützt durch seine Frau Berta baut er das Geschäft wieder auf. Gemäß dem Motto „Aus Alt mach Neu" werden Anzüge, Mäntel und Hosen aus Uniformen, Decken und Zeltplanen hergestellt. Bis zu 400 Kleidungsstücke verlassen pro Woche die Schneiderei.

In rasantem Tempo wächst das Unternehmen während des Wirtschaftsbooms in den 50er Jahren. 1958 gibt es bereits Filialen in Nürnberg, Regensburg, Erlangen und Roth. In den 60er Jahren werden weitere WÖHRL Häuser eröffnet. 1970 übergibt Rudolf Wöhrl das Unternehmen an seine beiden Söhne Gerhard und Hans Rudolf. Diese beschreiten in den 80er und 90er Jahren einen konti-
nuierlichen Weg der Expansion und des Erfolgs, gekrönt von zahlreichen Modepreisen und Auszeichnungen. 2010 gibt Gerhard Wöhrl die operative Führung schließlich an Marcus Kossendey ab, einen erfahrenen Experten im Mode-Einzelhandel, und zieht sich als letzter Vertreter der zweiten Generation aus der operativen Führung des Unternehmens zurück. Mit seinem Sohn Olivier Wöhrl und Christian Greiner bleibt die Unternehmerfamilie weiterhin im Aufsichtsrat vertreten.

1933

Startschuss für das Modeunternehmen mit einer Verkaufsfläche von 150 qm und einem Jahresumsatz von 97.000 Reichsmark

1949

Eröffnung des WÖHRL Hauses am Weißen Turm in Nürnberg, mit einer Verkaufsfläche von 60 qm und 15 Mitarbeitern

1970

Weitere vier Filialen kommen hinzu. Der Jahresumsatz steigt mit nun mehr als 500 Mitarbeitern auf 35 Millionen Euro.

Den beiden Söhnen Hans Rudolf und Gerhard wird das Unternehmen übertragen.

1987

Auszeichnung mit dem „Internationalen Mode-Preis“, dem Marketing-Preis der Modemesse IGEDO

1990er Jahre

Das Unternehmen ist auf Expansionskurs in den neuen Bundesländern.

2001

WÖHRL startet erfolgreich ins neue Jahrtausend und erhält den Bayerischen Qualitätspreis für höchste Unternehmensqualität im Einzelhandel.

2002

Umwandlung des Unternehmens in eine Familien-AG mit Gerhard Wöhrl als Mitglied und Hans Rudolf Wöhrl als Vorsitzender des Aufsichtsrates

2003

WÖHRL expandiert weiter – neue Filialen in Schweinfurt und Landshut werden eröffnet.

2004

Eröffnung des einzigartigen Flagship-Hauses in Nürnberg.
Das Stammhaus wird zu einem der modernsten und größten
Mode- und Sporthäuser Deutschlands, mit Deutschlands erstem Adidas Performance-Center.

Ebenfalls in diesem Jahr geht U1 an den Start: Deutschlands größter concept-store, integriert in das Stammhaus Nürnberg.

Im Oktober übernimmt Gerhard Wöhrl den Vorsitz des Aufsichtsrats und wird Mehrheitseigner der WÖHRL Familien-AG.

2005

Das WÖHRL Modehaus in Augsburg wird eröffnet – deutlich vergrößert zeigt sich das Mode- und Sporthaus in neuem Glanz.

Der U1 concept-store wird vom Einzelhandelsverband HDE zum
„Shop of the Year 2005 – Fashion“ gekürt.

2006

 

Die WÖHRL Modehäuser in München (im PEP), Fürth und Ingolstadt Westpark zeigen sich nach der Modernisierung frisch und attraktiv.

Die Rudolf Wöhrl AG wird neuer Großaktionär beim traditionsreichen Bekleidungsunter-
nehmen Ludwig Beck in München.

Das WÖHRL Logistikzentrum nimmt die neue, vollautomatische Sortieranlage in Betrieb, eine der modernsten Anlagen in Europa.

2007

Gerhard Wöhrl wechselt als Vorsitzender in den Vorstand der Rudolf Wöhrl AG. Weitere Mitglieder des Vorstandes sind Robert Rösch und Thomas Bauer. Mitglieder des Aufsichtsrates sind Olivier Wöhrl (Vorsitzender), Utz Ulrich (stellvertr. Vorsitzender) und Hans Rudolf Wöhrl.

Das WÖHRL Modehaus in Unterföhring bei München wird eröffnet. Nach achtmonatiger Planungs- und Umbauphase ist ein zukunftsweisendes Modehaus entstanden, das auf 4.600 qm Fläche über 150 international renommierte Mode- und Sportmarken vereint.

2008

Erneuerung weiterer Häuser mit dem Ziel, bis Ende 2008 alle Häuser auf den modernsten Standard eines Ladenbaukonzeptes zu bringen.
Das Unternehmen  feiert sein  75-jähriges Firmenjubiläum.

Hans Rudolf Wöhrl übergibt das Aufsichtsratsmandat an seinen Sohn Christian Greiner.

2009

Eröffnung weiterer Häuser in Bad Neustadt und in Leipzig Nova Eventis.
Der erste Online-Shop Herrenkontor geht an den Start.

2010

Gerhard Wöhrl übergibt den Vorsitz im Vorstand der Rudolf Wöhrl AG  zum 1. April 2010 an Marcus Kossendey (weitere Vorstände: Alfred Gutekunst und Robert Rösch). Mitglieder des Aufsichtsrates bleiben Olivier Wöhrl (Vorsitzender), Utz Ulrich (stellvertr. Vorsitzender) und Christian Greiner.

Gerhard Wöhrl bleibt dem Familien-
unternehmen als Leiter der Stiftung „WÖHRL for Kids“ erhalten.

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