Seide
Herkunft:
Reine Seide wird aus den Kokons der Seidenraupe gewonnen.
Das feingesponnene Garn ist ein sehr teures und anspruchsvolles Material.
Eigenschaften:
Typische Eigenschaften der Seide sind der Glanz, die hohe Feinheit und der angenehme Griff. Zudem hat Seide noch eine ausgezeichnete Elastizität, was sie nicht so stark knittern läßt.
Reine Seide ist angenehm auf der Haut zu tragen .
Wärmeisolation
Seide wirkt Temperaturausgleichend. Das bedeutet, sie wirkt kühlend bei Hitze und wärmend bei Kälte. Seidenfilamente ergeben Gewebe,die glatt auf der Haut liegen und wenig Luft einschließen. Deshalb wirken sie kühlend. Gleichzeitig wirken sie wärmend, weil die feinen dichten Seidengewebe, die warme Luft, die zwischen Haut und Textil eingeschlossen ist, nicht so leicht entweichen lassen.
Feuchteaufnahme
Seide nimmt bis zu einem Drittel des Eigengewichtes an Feuchtigkeit auf, ohne sich feucht anzufühlen. Nässe wird schnell in die inneren Hohlräume der Fasern aufgesaugt.
Hautfreundlichkeit
Seide ist sehr fein und weich und wirkt deshalb angenehm auf der Haut.
Glanz, Feinheit, Griff
Seide verfügt über eine sehr hohe Festigkeit.
Dehnbarkeit
Seide hat eine sehr gute Dehnbarkeit, die zwischen 10% - 30% der Ausgangslänge.
Elastizität
Seide verfügt über eine sehr gute Elastizität. Deshalb knittert sie nicht so stark und Knitter erholen sich relativ schnell. (Ausnahme bildet äußerst feine, glatte und erschwerte Seidengewebe).
Elektrostatische Aufladung
Da Seide ständig etwas Feuchtigkeit enthält, die Ladungen ableitet, lädt sich Seide kaum elektrostatisch auf.
Seidenschrei
Als Seidenschrei wird das Geräusch beschrieben, daß sich beim Zusammen- drücken der Seide ergibt. Es ist vergleichbar mit den Tönen (Knirschen), die sich beim Auftreten auf frisch gefallenen Schnee ergeben.
Die verschiedenartigen Seidensorten und deren Eigenschaften
Enbastete Maulbeerseide:
geschmeidig, edler Glanz, knittert wenig
- Haspelseide: glatt, größte Feinheit
- Bourettseide: noppig, ungleichmäßig, gröber
- Schappeseide: gleichmäßig, glatt, fein
Erschwerte Maulbeerseide:
füllig, steif, knittert leicht, schwer, geringere Haltbarkeit, erhöhter Glanz
Wildseide:
grob (dickere Faser, differenzierte Querschnittsform), harter Griff, wird selten entbastet, mattglänzend, geringere Schweißemfindlichkeit, schwerer als Maulbeerseide, dunklere und matte Farben
Für die Eigenschaften des fertigen Kleidungsstückes sind auch Faktoren wie Warendichte, Bindung und Verarbeitung äußerst wichtig.
Empfindlichkeit:
Schweiß, Deosprays und Parfums können Farbtonveränderungen hervorrufen. Seide ist sehr empfindlich gegenüber Schweiß, Deosprays und Parfüm. Diese Substanzen können zu Farbtonveränderungen führen und die Seide brüchig machen. Deshalb sollte bei Seidenbekleidung, die direkt auf der Haut getragen wird, auf Schweißblätter geachtet werden.
Pflege von Seide:
Waschen:
Feinwaschmittel verwenden, nicht reiben, kalt spülen, einen Schuß weißen Essig in letzte Spülbad
Chloren:
Nicht chloren
Bügeln:
Von links bei 120° C bis 150 °C bügeln. Nähte nicht durchdrücken. Wasser und Dampf können Flecken verursachen.
Chemischreinigen:
Bunte Artikel und besonders empfindliche Artikel soll man chemisch reinigen lassen
Trocknen:
Nicht im Wäschetrockner und nicht in der Sonne trocknen.
Waschanleitung












