WÖHRL

Im Wettbewerb um Talente

Karrieretag für Familienbetriebe bei der Unternehmensgruppe Wöhrl

Nürnberg - Junge Fach- und Führungskräfte zu finden, damit tun sich die Firmen schwer. Die Folge: Der Wettbewerb um die Talente für diese Funktionen ist härter geworden.

6Das Rennen gemacht haben in der Vergangenheit oft die großen Konzerne. »Aus diesem Grund ist die Idee entstanden, einen Karrieretag für die Familienunternehmen auf den Weg zu brien«, erzählt Stefan Heidbreder, Geschäftsführer der Stiftu Familienunternehmen. Logisch: Denn auch die Firmen, die oft als die Zweitbesten im Vergleich zu den Konzernen bezeichnet werden, haben sich dem Wettbewerb um die Talente zu stellen. Allein schon deshalb, um weiter existieren zu können.

Deswegen gibt es bereits seit 2006 den Karrieretag Familienunternehmen - eine Initiative der führenden Familienunternehmen, des Entrepreneurs-Club und der Stiftung Familienunternehmen. Er findet jährlich an wechselnden Orten in Deutschland statt. Erstmals Gastgeber dieses Jahr ist die Unternehmensgruppe Wöhrl gewesen. »Wir betrachten das als Auszeichnung«, freut sich Unternehmer Gerhard Wöhrl.

Für den 7. Karrieretag in Nürnberg haben sich mehr als 2000 jue Fach- und Führungskräfte beworben. 600 davon erhielten nach den Vorgaben der Unternehmen eine Einladung. Ein Drittel davon sind junge Frauen - ein Beleg dafür, dass sie immer öfter bereit sind, »sich auf Führungspositionen zu bewerben«, so Stefan Klemm vom Entrepreneurs-
Club. »Es zeigt, dass Familienunternehmen attraktiver geworden sind als potenzielle Arbeitgeber«, ergänzt Heidbreder. Was daran liegen könnte, dass Führungskräfte hier dreimal länger in ihrer Funktion tätig sind als in Konzernen.

Marcus Kossendey hat sein bisheriges Berufsleben »ausschließlich in Familienunternehmen verbracht«, betont der Vorstandsvorsitzende der Rudolf Wöhrl AG. Warum? »Weil es bei ihnen den Unternehmer und die Familie gibt und kurze Wege sowie die Nachhaltigkeit, die eine Generation an die nächste überführt.« Beim Wettkampf um die Talente » sind wir mittendrin. Deshalb stellen wir uns über den Karrieretag überregional auf. Denn der Einzelhandel ist nicht die Branche, die sexy ist.«

Vielleicht deswegen hat das Modehaus das eine oder andere Problem. »Nachwuchs zu finden für unsere Führungskräfte«, gibt Robert Rösch, der Personalvorstand, offen zu. Auf die jungen Führuskräfte zuzugehen, ihre Netzwerke zu nutzen: »Das sind die Herausforderuen, denen wir uns stellen.«

02.07.2011 | Nürnberger Nachrichten

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